In Ost wie West waren die beliebten Zu-Bett-Geh-Serien oft auch Gegenstand des Ausprobierens ungewöhnlicher filmischer Formen und frecher Geschichten. Der Grafiker und Trickfilmer Eberhard Neumann experimentierte seit Mitte der 80er Jahre in den DDR-Abendgrüßen mit einer schwarzen Magnettafel, auf der er mittels Tricktechnik verschiedene Utensilien zum Leben erwecken konnte. Vor allem mit einem einfachen Bindfaden konnten die lustigsten Schöpfungen hervorgebracht werden. Da wurde die Idee von den „Hamsterfilmen“ geboren, und schwups, war das freche Tier zur Stelle.
Nachdem die erste Folge der 13teiligen Serie bereits im Sommer 1987 gesendet wurde, konnte man am 3. Januar 1988, den zweiten Teil erleben: „Die Wespe“. Darin verschluckt der gefräßige Hamster eine Pflaume samt stechhungrigem Insekt und kann sich nun auf eine gehörige Portion Stress gefasst machen. Die beiden Mäuschen waren schlauer – sie haben die Wespe, die sie lange genug an der Frucht beobachtet hatten, in Ruhe gelassen.