• www.sandmaennchen.de
externer Link: rbb-online.derbb-Logo
Gute Nacht!

Sandmannstudio

Das Sandmannstudio; Quelle: RBB

Einzelne Sandmannfilme werden in Potsdam Babelsberg im „gläsernen Sandmannstudio“ auf dem Filmpark-Gelände gedreht.

Hier entwickeln die Kreativen der Sandmannstudio Trickfilm GmbH erste Drehbuchideen, bauen Dekorationen, gestalten Puppen und Requisiten, setzen das Szenenbild ins richtige Licht und drehen die einzelnen Einstellungen des Films.

Eine Trickfilmpuppe muss so gebaut sein, dass sie jede gewünschte Position und Haltung einnehmen kann.
Dazu stellt man ein bewegliches „Puppen-Skelett“ aus Draht oder mit Kugelgelenken her. Das fertige „Skelett“ wird mit Schaumstoff ausgepolstert, bis die Trickfilmpuppe die richtige „Figur“ bekommt.

Der Kopf der Puppe wird aus einem leicht zu bearbeitenden Material geschnitzt, mit Haaren beklebt und bemalt.
Anschließend wird der fertige Kopf und das maßgeschneiderte Kostüm am Körper befestigt.

Der Sandmann und seine Puppentrickfilmfreunde bewegen sich in einer vorgefertigten Dekoration im Studio, die der Szenenbildner konstruiert und baut.
Alle Teile der Dekoration, auch das kleinste Blatt, werden speziell befestigt, damit sich auch wirklich nur die Requisiten und Puppen bewegen, die sich bewegen sollen.
Alle Dekorationsteile, auf denen die Puppen animiert werden und alle Requisiten sind aus leichten Materialien gefertigt, die sich mit einer Stecknadel befestigen lassen.

Wenn die Puppe vom Boden abheben soll, weil sie hüpft oder fliegt, wird sie an feine Perlonfäden gehängt, die farblich der Dekoration angepasst werden, damit sie später im Film nicht zu sehen sind.

Der Puppentrickfilm

Sandmännchenfilme sind aufwändig, im dreidimensionalen Raum hergestellte Puppentrickfilme.
Die agierenden Figuren und Requisiten befinden sich in einer Dekoration, dem Szenenbild und werden dort von einer Animatorin bewegt.
Um beim Betrachter den Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung entstehen zu lassen, müssen bei einem Fernsehbild 25 einzelne Bilder pro Sekunde hintereinander zu sehen sein.

Während eine Film- oder Videokamera 25 Bilder pro Sekunde aufnimmt, werden bei Trickfilmen mittels einer Spezialkamera 25 Bilder einzeln nacheinander fotografiert, um eine Sekunde Filmmaterial zu produzieren.
Die Animatorin zerlegt entsprechend jede Bewegung der Puppen vom Anfangs- bis zum Endpunkt in Phasen. Von ihrem Können hängt es ab, ob sich die Figuren in der entsprechenden Zeit und mit dem gewünschten Ausdruck bewegen, ob die Bewegungen fließend und weich sind.

Der Kameramann muß akribisch genau berechnen, wie er die Kamera schwenkt oder auf Schienen durch die Dekoration fährt.

Im Vorfeld der Produktion schreibt der Regisseur ein Drehbuch, in dem in Bildern und Texten, einem sogenannten Storyboard, beschrieben wird, wie der Film aussehen soll.
Entsprechend der zu drehenden Handlung wird der Film in einzelne Szenen und Einstellungen eingeteilt.

Es folgt eine Drehbuchbesprechung des Drehstabs: Regisseur, Animatorin, Kameramann, Puppengestalterin und Szenenbildner.

Wenn die Dekoration steht, wird sie vom Kameramann entsprechend der gewünschten Stimmung eingeleuchtet.

Die eigentlichen Dreharbeiten einer Puppentrickproduktion sind zeitintensiv, denn für eine Sekunde Film werden die Figuren 25 Mal bewegt und fotografiert.
Bei einer Filmlänge von 5 Minuten sind das 7500 Bilder!

Der abgedrehte Film wird anschließend im Kopierwerk entwickelt und dann vom Cutter geschnitten.
Am Schneidetisch können noch kleinere Korrekturen in der Animation und in der Länge der Einstellungen vorgenommen werden.
Der fertige Film kann jetzt vertont werden.


Kontakt:
Sandmannstudio Trickfilm GmbH Berlin
Moritz-Seeler-Str.3
12489 Berlin
www.sandmannstudio.de
info@sandmannstudio.de